Wo Flammen und Asche zu Hause sind

  Startseite
  Über...
  Archiv
 
Gefragt
 
200
 
Dialoge
 
Die gnadenlose Suche nach Mr.P.
 
Die Trottel und ihr Spielzeug
  Kontakt
 

  Abonnieren
 



  Freunde
    inutaishou
    - mehr Freunde



http://myblog.de/amardesto

Gratis bloggen bei
myblog.de





Die gnadenlose Suche nach Mr. P.

Eine Art interaktive Komödie in 19 Szenen – und 3 Akten (Diese Zahl wurde vom Autor vor dem Schreiben festgelegt. Mal sehen, ob er sie auch einhalten kann.).

~*~*~

Prolegomena (Der Autor ist sehr angetan von diesem Begriff.) und Übertragung der Macht

~*~

I

(Bitte vor der Vorstellung an die Tür zum Vorstellungsraum hängen.)

Das Publikum sollte sich ruhig verhalten.
Von den Schauspielern ist eine gewisse Überzeugungskraft einzufordern. Sind sie nach Meinung des Publikums also nicht überzeugend genug, kann das Theater boykottiert werden.
Ist das Publikum im Allgemeinen laut und sitzen einzelne Leute im Publikum, die sich in aller Ruhe das Stück ansehen wollen, sind diese hinauszuwerfen. Ebenso verhält es sich, wenn der Großteil während der Veranstaltung Bücher liest und eine Minderheit das Stück sehen will. Allgemein sind Minderheiten zu entfernen und an der Kasse zu melden, damit Gäste, die das Stück sehen wollen, aber keinen Platz mehr bekommen haben, noch einen Platz erwerben können.
Das Publikum findet unter dem Sitz diverse Utensilien, zu denen ein rotes Schild („Nein.“, ein grünes Schild („Ja.“, ein weißes Schild („Ach Liese.“, ein blaues Schild („Das Stück wird uns zu dumm.“, Taschentücher, ein Buch, Ohropax und ein Signalhorn gehören. Am Rand der Bühne wird ein Mann stehen, welcher den jeweiligen Gegenstand benutzt. Tun Sie es ihm also gleich.

~*~

II

(Bitte vor der Vorstellung an die Tür der jeweiligen Schauspieler hängen.)

Das Publikum wird sich ruhig verhalten. Falls nicht, so können die Schauspieler entscheiden, ob sie weiterspielen oder nach Hause gehen. Falls sie sich für Fall zwei entscheiden sollten, so können sie mit Gagenkürzungen und einem boykottierendem Publikum rechnen.
Die Schauspieler sollen überzeugend spielen. Tun sie das Nach Meinung des Publikums nicht, können sie vom Selbigen boykottiert werden.
Sollte das Publikum gewisse Minderheiten hinauswerfen, so spielen die Schauspieler weiter. Wirkt das Publikum desinteressiert und sollte etwa Bücher lesen, so kann dies den Schauspielern völlig egal sein. Hauptsache, sie bekommen ihre Gage.

~*~

III

(Bitte vor der Vorstellung an die Tür der Bühnentechniker hängen.)

Egal was passiert – tun Sie ihre Arbeit mit Gewissen!

~*~

IV

(Bitte vor der Vorstellung an die Tür des Mannes hängen, der dem Publikum deutlich macht, welchen Gegenstand sie zu benutzen haben.)

Sie sind der Mann, der dem Publikum deutlich macht, welchen Gegenstand sie zu benutzen haben. Sie haben also die vollste Verantwortung für Publikum, Schauspieler und überhaupt das ganze Theater! Reißen Sie sich zusammen, Mann!

~*~*~

Protagonisten


Mr. P., der Gesuchte
Werner, sein bester Freund und Arbeitskollege
Marie, Ehefrau des Gesuchten
Liese, Arbeitskollegin des Gesuchten
Osterhase, homosexuell und leicht fehl am Platze...ist beabsichtigt
Seltsame Stimme1, ziemlich seltsam
Seltsame Stimme 2, noch viel seltsamer
Heimlicher Liebhaber, Maries Spielzeug
Imperialer Asthmatiker, vom Todesstern und auch auf der Suche nach jemandem
Pfarrer, weißgekleidet und katholisch
Kleine vermummte Gestalt, aus einem Märchen entsprungen
Schotte, mit kariertem Rock und ziemlich geizig
Weihnachtsmann, Ausländer vom magnetischen Nordpol
Sprechstundenhilfe, nervt immer ungemein
Großfüßiger Auenbewohner, auf der Suche nach etwas Bestimmtem
Undefinierbares Ding, leicht wirr und potthässlich
Schwarzbemantelter Schweigsamer, auch auf der Suche nach etwas Bestimmtem
Angestellter, auch in diesem Falle nicht sehr kompetent
Angestellte, die nichtssagende und nur im Hintergrund herumstehende Nebenrolle
Wichtel, siehe Angestellte

Handelnde Gegenstände


Künstlerpause, zahlreich vertreten und durch kurzes allgemeines Stillstehen kenntlich zu machen
Gleißendes Licht, für mehr Informationen die Bühnentechniker kontaktieren
Buntes Ei, als erstes Indiz zu verstehen
Gras, wird dieses Mal nicht geraucht sondern durchforstet; ein Stein und ein Ei befinden sich darin
Rotes Ei, liegt in der Wiese und explodiert im späteren Verlauf
Blaues Ei, kommt nicht vor, da es nicht gefunden wird; könnte auch explosiv veranlagt sein
Bibel, kann durch eine Illustrierte mit Bibelumschlag ersetzt werden
Stein, liegt im Gras herum; Stolperfalle für Trottel
Schwarze Perücke, zum Imitieren geeignet
Kessel und Feuer, pyrotechnisches Problem – das Theater hat nicht in Flammen zu stehen
Boot, mit gemütlicher Reling für Liese
Zettel, bei lernschwachen Schauspielern mit Text
Meteorit, hat vom Himmel zu fallen – wie ist egal

~*~*~

1. Akt

~*~

Szene 1

Kino.
(Mr. P., Werner.)
(Es ist noch Musik zu hören.)
(Die Zuschauer tun so als würden sie im Kino sein, was beim Theater schließlich nicht ganz so schwer fallen dürfte.)

MR. P. Vielen Dank, guter Freund, dass du mich zu einem Kinobesuch eingeladen hast!
WERNER. Nichts zu danken! Ich habe doch gemerkt, wie du mit deinen Nerven mehr und mehr am Ende warst.
MR. P. Fürwahr, ich würde gern entfliehen. Jeden Tag derselbe Bürojob, doch wer interessiert sich für meine Interessen?
WERNER. Sei still, der Film fängt an!
(Die Musik wird leiser und das Licht geht aus. Man sieht während des folgenden Dialoges verschiedene Werbungen von diversen Produkten wie Eis, Bier, andere Kinofilme usw.)
MR. P. Ich glaube, mir täten ein paar Tage Urlaub gut.
WERNER. Sicherlich.
MR. P. Doch was nützt mir das, wenn ich am Ende doch nur wieder hinter dem Tisch, auf dem Drehstuhl, vor dem Computer und unter meinem Chef hocke?
WERNER. Dann solltest du dir vielleicht einen neuen Beruf suchen. Wie wäre es denn als Fließbandarbeiter?
MR. P. Das wäre ja noch eintöniger! Dann würde ich ja vor dem Tisch, neben dem Drehstuhl, unter dem Computer und bei meinem Chef arbeiten!
WERNER. Das erscheint mir logisch. Teilweise. Nun, vielleicht wäre der Beruf als freier Autor etwas für dich? Du würdest auf dem Tisch, im Drehstuhl, am Computer und mit deinem Chef arbeiten.
MR. P. Die Idee hatte ich auch schon.
WERNER. Aber?
MR. P. Der Beruf ist schlecht bezahlt.
WERNER. Das macht doch nichts.
MR. P. Ich habe eine nörgelnde Frau, sieben minderjährige Kinder, eine totgeweihte Großmutter, achtunddreißig behinderte Hunde, Katzen, Hasen und Vögel und einen kranken Goldfisch zu versorgen!
WERNER. Oha!
MR. P. Da komme ich als freier Autor nicht sehr weit.
WERNER. In der Tat. Aber ich sage doch immer wieder: Du solltest bei deinem alten Beruf bleiben! Der ist der beste, den du jemals kriegen kannst!
(Die Kinowerbung endet und es wird wieder hell. Der Eisverkäufer tritt ein.)
EISVERKÄUFER. Noch jemand ein Eis?
(Stille.)
EISVERKÄUFER. Bitte, ich mache auch bloß meinen Job.
(Immer noch Stille.)
(Eisverkäufer geht geknickt wieder nach draußen.)
(Es wird dunkel.)
(Es kommt noch eine kurze Kinowerbung für den neusten Film.)
(Es wird hell.)
(Eine seltsame Stimme (1) erhallt.)
SELTSAME STIMME 1. Vielen Dank, dass Sie unsere Vorstellung besucht haben. Bitte klappen Sie ihre Sitze noch und vergewissern Sie sich, dass Sie sie sauber verlassen. Mit den kleinen Handstaubsaugern unter den Getränkehaltern können Sie eventuelle Krümelreste beseitigen. Empfehlen Sie uns weiter und beehren Sie uns bald wieder. Wir wünschen Ihnen noch einen angenehmen Tag, auf Wiedersehen.
WERNER. Komm, lass’ uns noch was essen.
MR. P. Mir ist nicht so recht danach zumute. Ich gehe lieber nach Hause.
WERNER. Gut, dann sehen wir uns morgen.
(Beide ab.)

~*~

Szene 2

Mr. P.s Haus, spezieller gesagt, sein Schlafzimmer.
(Mr. P., Marie.)
(Gedämpftes Licht. Maries heimlicher Liebhaber, mit dem sie eben noch im wahrsten Sinne des Wortes verkehrte, springt unter das Bett.)

MARIE. Na Schatz, wie war dein Abend mit Werner?
MR. P. Ach, nicht erwähnenswert.
MARIE. Du siehst geschafft aus.
MR. P. Wie kommst du nur darauf?
MARIE. Eine spontane Eingebung. Ein Vögelchen hat es mir gevögelt.
MR. P. Gevögelt?
MARIE. Gezwitschert.
(Der heimliche Liebhaber ahmt den Kuckucksruf nach.)
MR. P. Um diese Zeit noch solche Vögel?
MARIE. Seltsam, nicht?
MR. P. Da scheint sich einer unter dem Bett verkrochen zu haben.
MARIE. Einbildung! (Setzt sich hastig aufs Bett.)
HEIMLICHER LIEBHABER. Au!
MR. P. Wie?
MARIE (übertrieben euphorisch). Au wie toll, dass du schon da bist!
MR. P. Mir kommen da seltsame Gedanken hoch. (Wendet sich ans Publikum.) Haben Sie zufällig auch das Gefühl, dass ein heimlicher Liebhaber unter diesem Bett liegt?
(Das Publikum hält die rote Scheibe nach oben.)
MR. P. Nun, dann wird es wohl Einbildung sein. (Legt sich ins Bett.)
HEIMLICHER LIEBHABER. Au!
MARIE. Au, was tut mir heute mein Bein wieder weh!
MR. P. Ich kauf dir morgen ein Schmerzmittel.
MARIE. Danke, wie lieb von dir. Gute Nacht!
MR. P. ’Nacht.
(Mr. P. schläft ein, was er durch lautstarkes Schnarchen bemerkbar macht. Der heimliche Geliebte verschwindet.)

~*~

Szene 3

Büro.
(Mr. P., Werner, Liese, Angestellte.)
(Mr. P. sitzt an seinem Schreibtisch und verrichtet seine Arbeit, als plötzlich ein gleißendes Licht kommt, was von den Schauspielern mit einem gewissen Maß an Entsetzen kenntlich gemacht wird. Als sich das Licht wieder legt, sieht man eine schwarzgekleidete Figur mit einer seltsamen Maske auf Mr. P.s Platz sitzen. Es ist der imperiale Asthmatiker, der in seinen Sprechanteilen stets röchelt.)

IMPERIALER ASTHMATIKER. Chrrr...hrrrch...Luuuke...hrrrch...
WERNER (entsetzt). Oh mein Gott, sie haben Mr. P. entführt!
LIESE. Und sie haben uns einen imperialen Asthmatiker dagelassen!
WERNER. Diese Schweine!
LIESE. Wer erledigt jetzt den Papierkram?
WERNER (wendet sich an den imperialen Asthmatiker). Guten Tag, können Sie mich verstehen?
IMPERIALER ASTHMATIKER. Chrr...hrrch...Luuuke? Hrrrch...hrrrch...
WERNER (zu Liese). Weißt du, was er will?
LIESE. Ich glaube nicht, dass er uns versteht.
(Liese nimmt die Stehlampe von Mr. P.s Tisch und piekt den imperialen Asthmatiker an, worauf dieser einen sonderbaren summenden Leuchtstab erscheinen lässt, mit ihm nach der Lampe schlägt und sie zweiteilt.)
IMPERIALER ASTHMATIKER (im Hinausgehen). Chrrr...hrrrch...hrrrrch...Luuuke...hrrrrrch...
(Alle schauen ihm nach. Liese ist sprachlos und macht dies kenntlich, indem sie nichts sagt.)
WERNER (nach einer Weile). Wir müssen Mr. P. wiederfinden!
LIESE. Und wo fangen wir an?
WERNER. Gute Frage. Doch halt, was sehe ich hier? Das scheint mir ein buntes Ei zu sein.
LIESE. Es war der Osterhase!
WERNER (voller Entsetzen). Lass’ uns aufbrechen! (Zerdrückt das Ei.)

~*~*~

2. Akt

~*~

Szene 1

Wiese.
(Werner, Liese.)
(Die beiden suchen im Gras.)

WERNER. Es ist schon Spätherbst. Glaubst du, wir finden noch Eier?
LIESE. Wir müssen Mr. P. wiederfinden!
WERNER. Dir scheint ebenso viel an ihm zu liegen wie mir.
LIESE. Richtig! Ich will den Papierkram nicht machen!
WERNER. Ich auch nicht. Verdammt, wo hat dieses Schwein Mr. P. versteckt!?
LIESE (entsetzt). Werner!
WERNER. Verzeih. Wo hat dieser Hase Mr. P. versteckt!?
LIESE. Schon besser.
WERNER. Da! Ich glaube, ich habe eine Spur!
(Werner hebt einen Stein an und findet ein rotes Ei.)
WERNER. Oh Gott...
LIESE. Ja bitte?
WERNER (voller Entsetzen). Ein...rotes Ei...
LIESE. Nein! Himmel hilf! Was hat das zu bedeuten?
WERNER. Das weiß ich nicht.
LIESE. Werner, ich bekomme Angst!
WERNER. Keine Angst, ich werde dich beschützen!
(Sie suchen weiter.)

~*~

Szene 2

Ein anderer Teil der Wiese.
(Die gleichen Personen wie zuvor.)
(Die gleiche Handlung wie zuvor. Marie kommt hinzu.)

MARIE. Ich habe gehört, dass mein Mann verschwunden sei?
WERNER. Ja, aber machen Sie sich keine Sorgen!
MARIE. Hätte ich auch so nicht. Aber wer bringt mir jetzt das Geld ins Haus?
WERNER. Haben Sie nicht einen Geliebten?
LIESE (heimlich). Werner, also wirklich!
WERNER (auch heimlich). Was denn?
LIESE (immer noch heimlich). Das ist die ideelle Gelegenheit, dir eine Ehefrau zu suchen!
(Für einen kurzen Moment bleiben alle in der Lage stehen, in welcher sie sind, um den Lacheffekt des Kommenden zu verstärken.)
WERNER (hochzuckend). Liebste Marie, möchten Sie mich heiraten?
MARIE. Sie alter Schlingel Sie!
WERNER. Ich verzehre mich schon seit Jahren nach Ihnen.
MARIE. Wirklich?
WERNER. Nein, aber das klingt theatralischer.
MARIE (kichernd). Sie sind mir vielleicht einer!
WERNER. Bitte, nennen Sie mich doch Werner.
MARIE (verträumt). Wernerchen...
(Künstlerpause.)
MARIE. Sagen Sie, Wernerchen, wie viel verdienen Sie denn im Monat?
WERNER. Dasselbe wie ihr ehemaliger Mann, nur dreihundert Prozent mehr.
MARIE. Oh Wernerchen, lass uns noch heute heiraten!
WERNER. Gern!
(Beide ab.)
LIESE (mit einem zweideutigen Blick ins Publikum). Ich bin von Idioten umgeben!
(Ab.)

~*~

Szene 3

Hochzeit.
(Werner, Marie, Liese, Pfarrer.)
(Pfarrer liest aus der Bibel vor.)

PFARRER. So erkläre ich Sie hiermit zu Mann und Frau.
(Werner und Marie küssen sich.)
LIESE. Wie romantisch!
(Das Publikum zückt die Taschentücher. Allgemeines Schnäuzen.)
WERNER. Ach Marie.
MARIE. Ach Wernerchen.
PFARRER. Ach Gott.
SELTSAME STIMME 2. Ach Pfarrer.
LIESE. Ach Publikum.
(Publikum hält weißes Schild hoch.)
WERNER. Mir scheint, wir haben was wichtiges vergessen.
MARIE. Ja, irgendwas war da doch...
(Der imperiale Asthmatiker läuft von rechts nach Links über die Bühne.)
IMPERIALER ASTHMATIKER. Chrr...hrrch...Luuuke...hrrch...chrrrch...
WERNER. Mr. P.! Wir haben ihn vergessen!
MARIE. Äh, wer war gleich Mr. P.?
LIESE. Dein Ex-Mann.
MARIE. Ach, stimmt ja. Nun ja, setzen wir die Suche morgen fort.
(Alle ab.)

~*~

Szene 4

Wiese.
(Dieselben Personen wie in Szene 2. Dieselbe Handlung.)
(Werner stolpert.)

WERNER. Verfluchter Stein!
LIESE. Was bist du auch unvorsichtig!
MARIE. Beinahe töricht!
LIESE. Schäme dich!
MARIE. Na aber hallo!
WERNER. Oh Graus, ein Stein hat mir den Weg versperret!
(Das Publikum hält das blaue Schild hoch.)
LIESE. Wir müssen uns was anderes einfallen lassen.
MARIE. Scheint so.
(Sie suchen weiter. Werner ist indes noch mit dem Stein beschäftigt.)
WERNER. Seit wann stolpert man derart über einen Stein, ohne ihn dabei aus der Erde zu reißen?
(Er zieht am Stein. Nichts passiert.)
MARIE. Wernerchen, was tust du denn da?
WERNER. Mich rächen.
(Werner dreht am Stein. An dieser Stelle würde sich der Boden auftun. Da dies theatermäßig schlecht umsetzbar ist, spaltet sich ein Berg im Hintergrund.)
LIESE. Seht! Eine Geheimtür!
MARIE. Du Held.
WERNER. Danke sehr.
LIESE. Wo mag sie nur hinführen?
MARIE. Du bist der Größte.
WERER. Vielen, vielen Dank.
LIESE. Ich frage mich, wer dahinter wohnen mag.
MARIE. Du Gott aller Steine.
WERNER. Zuviel der Ehre.
LIESE (schreit). Hört mir hier auch mal einer zu, verdammt!?
MARIE. Na jaaa...
WERNER. So nebenbei...
LIESE (immer noch entrüstet). Ich gehe jetzt in diesen verfluchten Berg und ihr werdet mitkommen, sonst...
MARIE. Sonst was?
(Liese zückt eine CD.)
LIESE. Sonst Kastelruther Spatzen! Feinste deutsche Volksmusik, so uralt wie die Berge selbst!
WERNER. Pah! Damit wirst du uns nie in die Knie zwingen!
LIESE. Dann muss ich wohl zu anderen Mitteln greifen!
MARIE. Haha. Nichts ist wirksam gegen uns!
(Liese zieht sich eine schwarze Perücke auf.)
LIESE (singt). Ich muss durch den Monsuuun...hinter die Weeelt, ans Ende der Zeeeit...
(Künstlerpause.)
WERNER (heimlich zu Marie). Weißt du, was sie da tut?
MARIE. Nee. Noch nie gehört.
(Liese gibt auf und geht auf den gespaltenen Berg zu.)
WERNER. Wir warten dann hier!
(Werner nimmt Marie bei der Hand, sie verschwinden im Gebüsch.)

~*~

Szene 5

Im Berg.
(Liese.)
(Sie geht durch einen langen Gang, bis sie schließlich zu einer etwas geräumigeren Höhle gelangt, die den Eindruck macht, als würde ein verquerer Maler hier einen Platz haben.)

LIESE (allein). Mir grausts! Was mag mich wohl erwarten? Ich schwache Frau hier ganz allein gelassen in dieser finsteren Höhle und mit diesen schrecklichen Kreaturen, die hinter jeder Ecke-
(Man hört das Piepsen einer Maus.)
LIESE (hysterisch schreiend). Verrecke, Ausgeburt der Hölle! (Schmeißt ihre Handtasche um die Ecke und rennt von nun an weiter.)
(Sie kommt in der Höhle an. Man sieht eine kleine vermummte Gestalt um einen Kessel tanzen, unter dem Feuer brennt.)
KLEINE VERMUMMTE GESTALT (singt). Heute kack’ ich, morgen klau’ ich, übermorgen hol’ ich mir der Königin ihr-
LIESE (redet dazwischen). Entschuldigung!
KLEINE VERMUMMTE GESTALT (erschrickt). Waah!
LIESE. Hey, bist du nicht Rumpelstilzchen?
(Künstlerpause.)
KLEINE VERMUMMTE GESTALT (wegdrehend und grummelnd). Scheisse.
(Die kleine vermummte Gestalt schürt das Feuer.)
KLEINE VERMUMMTE GESTALT. Vor euch ist man doch nirgendwo sicher. (Dreht sich zu Liese um.) Was willst du hier an diesem Ort?
LIESE. Hast du vielleicht den Osterhasen gesehen?
(Künstlerpause.)
KLEINE VERMUMMTE GESTALT (zeigt nach rechts). Da lang! Das hier ist sein Atelier.
LIESE. Achso. Soso. Und was machst du dann hier, wenn ich fragen darf?
KLEINE VERMUMMTE GESTALT. Na Eier kochen, sieht man das nicht?
LIESE. Seit wann kochst du Eier?
KLEINE VERMUMMTE GESTALT. Soll ich vielleicht Hartz IV beziehen!? Und nun mach, dass du hier rauskommst!
(Liese ab.)

~*~

Szene 6

Seltsame Hütte im Berg.
(Liese, Osterhase.)
(Liese tritt (die Tür) ein.)

LIESE (kreischend). Osterhase! Du Pottsau! Wo hast du Mr. P. hingebracht!?
OSTERHASE. Mein Name ist Hase, ich weiß von nichts.
LIESE (theatralisch). Lüg’ mich nicht an; deine Augen können deine wahren Gefühle nicht verbergen! Ich allein kenne die Wahrheit!
(Künstlerpause.)
OSTERHASE. ...wiebitte?
LIESE. Wo ist Mr. P.?
OSTERHASE. Ich kenne keinen Mr. P.
LIESE (betont). Ich mag gerne Hasenbraten...!
(Künstlerpause.)
OSTERHASE. Na und?
LIESE. Entweder du sagst mir wo Mr. P. ist oder ich werde aus dir eine Suppe machen und sie mit deinen Ohren auslöffeln!
OSTERHASE. Mein Gott, war der flach.
LIESE. Wer?
OSTERHASE. Egal.
(Künstlerpause.)
OSTERHASE. Jedenfalls weiß ich nicht, wo dein Mr. P. ist, aber ich kann mit suchen helfen.
LIESE. Wirklich? Das würdest du für mich tun?
OSTERHASE. Nee, aber ich such’ noch zwei meiner Eier.
LIESE. Zufällig ein rotes?
OSTERHASE. Ja! Und ein blaues! Habt ihr die gesehen?
LIESE. Das rote ja.
OSTERHASE. Ihr wolltet es wohl doch nicht öffnen, oder? Das ist ’ne Bombe.
(Man hört ein dumpfes Knallen von draußen.)
(Künstlerpause.)
OSTERHASE. Ich komm’ ja schon mit.
(Beide ab.)

~*~

Szene 7

Wiese
(Dasselbe Stück Wiese wie in Szene 4.)
(Werner, Marie und die Vorigen.)

WERNER (aufgebracht). Hee, Mümmelmann, was war’n das für ein Ei!?
OSTERHASE. Verdammt siehst du hübsch aus...
MARIE (stellt sich vor Werner). Das da ist mein Mann.
OSTERHASE (zeigt auf Marie). Und das da?
WERNER. Meine Frau.
OSTERHASE. ..verflucht. Was müssen die besten Kerle immer schon vergeben sein?
WERNER. Der Osterhase ist schwul...
OSTERHASE. Und, was dagegen?
MARIE. Hört doch auf zu streiten. Wir sollten jetzt nach Mr. P. suchen.
OSTERHASE. Schaut mal beim Weihnachtsmann vorbei, da kommt früher oder später alles hin. Ich bringe euch noch ein Stück des Weges mit. Ihr müsst zunächst in Richtung Norden. Wenn ihr dann in Schottland seid, nehmt ihr die Fähre nach Grönland und von da aus ist’s noch mehr weit.
LIESE. Ich dachte immer, der Weihnachtsmann wohnt am Nordpol..?
OSTERHASE. Tut er auch, am magnetischen Nordpol. Was denkt ihr, warum den niemand findet!?
WERNER. Auf und davon!

~*~

Szene 8

Hafen in Schottland
(Die Vorigen und ein Schotte.)
(Die Vorigen wollen beim Schotten ein Boot mieten.)

LIESE. Bitte, wir haben nur noch das bisschen Geld!
SCHOTTE. Keineswegs!
WERNER (zu Marie). Was hat er gesagt?
MARIE. Keineswegs.
WERNER. Du musst verstehen, ich verstehe diese Ausländer nie.
LIESE. Wir bieten Ihnen auch den Osterhasen als Pfand an!
OSTERHASE. Was!?
SCHOTTE. Das geht klar.
WERNER (zu Marie). Was hat er gesagt?
MARIE. Dass das klargehen würde.
OSTERHASE. Was haben Schotten eigentlich unter ihrem Rock?
SCHOTTE. Komm mit und ich zeig’s dir.
WERNER (zu Marie). Was hat er gesagt?
MARIE. ...das willst du gar nicht wissen.
SCHOTTE. Hier habt ihr den Schlüssel für das Boot. (Wirft einen Schlüssel zu Liese.) Ich will es unbeschadet zurück, sonst bekomme ich den doppelten Preis und eure Seelen obendrein, hahahahaha!
WERNER (zu Marie). Was hat er gesagt?
MARIE. Er hat uns den Schlüssel gegeben und gemeint, dass er das Boot unbeschadet zurück haben will, da er sonst den doppelten Preis und unsere Seelen einfordert, hahahahaha.
WERNER. Ach, das ist schön, Schatz. Und er lacht auch so sympathisch.
(Werner, Marie, Liese aufs Boot und nach rechts ab. Osterhase und Schotte nach links ab.)

~*~

Szene 9

Auf dem Schiff
(Werner, Marie, Liese.)
(Liese hängt über der Reling.)

MARIE. Lieschen, kann ich dir helfen?
LIESE (grün angelaufen). Bring mir bitte einen Kübel...einen großen, großen Kübel...
MARIE. Ja, warte hier, ich suche einen.
WERNER (zu Liese). Bist du seekrank?
LIESE. Nein, aber das Geschaukel bekommt mir nicht.
WERNER: Das ist doch seekrank.
LIESE. Echt?
WERNER. Ja.
LIESE. Oh Gott, mir wird schlecht...
SELTSAME STIMME 2. Macht nichts, kotzen ist keine Sünde.
LIESE. Na wunderbar...
(Liese erbricht.)
LIESE. Ich geh rein, mich ein wenig hinlegen.
WERNER. Tu das, ich bin bei Marie.
(Beide ab.)
(Marie kommt mit einem großen, großen Kübel wieder.)
MARIE. Lieschen? Liiieeescheeen? (Schaut über die Reling.) Nein, das st zu abstrus. (Ab.)

~*~

Szene 10

Magnetischer Nordpol, Hütte des Weihnachtsmannes.
(Die Vorigen, Weihnachtsmann. Wichtel.)
(Die Vorigen treten ein, drinnen herrscht ein geschäftiges Treiben.)

LIESE (mit großen Augen). Weihnachtsmann?
WEIHNACHTSMANN. Jo mei, dea bin i.
LIESE. Du bist ja ein Bayer!
WEIHNACHTSMANN. Hoab’ i jemals wos and’res behauptet?
LIESE. Mit Bayern rede ich nicht!
WEIHNACHTSMANN. Na meenste dasses sou bessor is’?
Liese (rennt schreiend davon). Der Weihnachtsmann ist ein Sachse, der Weihnachtsmann ist ein Sachse!!!
WERNER. Sag mal, Weihnachtsmann...
WEIHNACHTSMANN. Joa?
WERNER. Hast du Mr. P. gesehen?
WEIHNACHTSMANN. Naa, a, lasst mi doch in Ruh’ ihr immer mit euerm Schmarrn, seh’ i aus wie a Fundbüro?
MARIE (zu Werner). Meinst du, wir könnten Mr. P. in einem Fundbüro finden?
WEIHNACHTSMANN. Nu, ein Versuch wäre’s ja wert.
MARIE (zum Publikum). Ich nehme den Publikumsjoker!
(Publikum hält grünes Schild hoch.)
WERNER. Dann nichts wie fort. Mach’s gut, Weihnachtsmann!
WEIHNACHTSMANN. Jo mei hier hoabt’s a noch’n Leckerli. Und a schöne Reise noch eich!
WERNER (im Hinausgehen). Den Saftsack gibt’s wirklich...
WEIHNACHTSMANN (hinterherrufend). Des hoab’ i g’hört!

~*~

Szene 11

Fundbüro.
(Werner, Marie, Liese. Sprechstundenhilfe.)
(Sie treten ein.)

WERNER. Guten Tag, wir würden gerne etwas bei ihnen suchen.
SPRECHSTUNDENHILFE. Bitte ziehen Sie eine Nummer und stellen Sie sich hinten an!
(Werner zieht eine Nummer. Die drei gehen an einer langen Schlange vorbei, zwischendurch hört man einige Stimmen aus dieser Schlange hervorquellen.)
GROSSFÜSSIGER AUENBEWOHNER. Ich werde ihn finden, den einen Ring...
UNDEFINIERBARES DING. Mein Schaaatz...meiner! Meiner! Gollum! Gollum!
SCHWARZBEMANTELTER SCHWEIGSAMER. Und ich den Fehler in der Matrix...
WERNER. Ganz schön schräge Typen hier, oder?
IMPERIALER ASTHMATIKER. Chrrr...hrrch...Luuuke...hrrrch...chrrrrchrrch...
WERNER. Was will der den hier?
MARIE. Ich glaube, der sucht wen.
WERNER. Ach so.
(Sie warten bis sie aufgerufen werden.)
SPRECHSTUNDENHILFE. Nummer dreitausendsiebehundertunddreiundfünfzig bitte.
LIESE. Das sind wir!
(Sie betreten den Fundbüro-Raum.)

~*~

Szene 12

Zimmer des Fundbüros.
(Werner, Marie, Liese, Angestellter.)
(Die drei betreten den Raum. Überall sind Kartons mit diversen Kleinigkeiten anzutreffen. Der Angestellte sitzt hinter einem Schreibtisch.)

ANGESTELLTER. Guten Tag.
MARIE (zu Werner, auf den Angestellten zeigend). Der sieht ja genauso aus wie du...
WERNER. Könnte mein verlorener Zwillingsbruder sein.
MARIE. Sachen gibt’s...
ANGESTELLTER. Mensch, endlich habe ich meinen verlorenen Zwillingsbruder wiedergefunden! Wir wurden im Kindergarten getrennt; erinnerst du dich wieder?
(Künstlerpause.)
LIESE. Werner?
WERNER (murmelnd). ...verdrängt...
(Künstlerpause.)
ANGESTELLTER. Du setzt mich also aus?
WERNER. Ja.
ANGESTELLTER. Einfach so? Bist du so bruderhassend, so familienfeindlich, so abwesend, kalt, ignorant und ist dir dein eigener Zwillingsbruder so entfremdet!?
(Künstlerpause.)
(Das Publikum betätigt das Signalhorn.)
(Künstlerpause.)
MARIE. Naa...scheint so, oder?
(Künstlerpause.)
ANGESTELLTER. Nagut. Wie kann ich Ihnen weiterhelfen?
LIESE. Stört Sie die Sache mit Werner nicht mehr!?
ANGESTELLTER. Noch nie.
WERNER. Wir suchen Mr. P.!
ANGESTELLTER (schreit). Geht’s auch präziser, du Penner!?
MARIE (zu Liese). Offenbar stört es ihn doch.
ANGESTELLTER. Mensch, wie sieht der aus?
WERNER. Hab’ ihn kaum angeschaut. Könnte blonde Haare haben.
MARIE. Oder schwarze.
WERNER. Oder schwarze.
LIESE. Waren die nicht braun?
WERNER. Ist doch Wurst!
ANGESTELLTER. Unter diesen Bedingungen kann ich Ihnen nicht weiterhelfen. (Spricht in ein Mikrofon.) Nummer dreitausendsiebenhundertvierundfünfzig bitte.
(Werner, Marie, Liese ab.)

~*~

Szene 13

Vorraum des Fundbüros.
(Werner, Marie, Liese, imperialer Asthmatiker.)
(Marie läuft mit dem imperialen Asthmatiker zusammen. Ihm fällt ein Zettel aus der Tasche.)

IMPERIALER ASTHMATIKER. Chrr...hrrch...Luuuke?
MARIE. Nee. Hau ab!
IMPERIALER ASTHMATIKER (beim Abgang). Chrrr...hrrrch...Luuuke...chrrrch...
(Imperialer Asthmatiker ab.)
(Marie hebt den Zettel auf.)
MARIE. Das ist eine Nachricht von Mr. Pe! (Liest laut vor.) ‚Ich werde euch nicht sagen, wo ich bin. Einen Sabbelhaufen wie euch braucht niemand außer ihr selbst. Auf weitere Begründungen werder ihr vergebens warten. Ganz und gar nicht allerherzlichst, Mr. P.’
LIESE. Wie schrecklich! Wer macht jetzt den Papierkram?
WERNER. Wie grausam! Ich will nicht!
MARIE. Wie schockierend! Diese Handschrift!
ANGESTELLTER (von hinten aus dem Büro hallend). Wie unausstehlich! Lebe wohl, mein teurer Bruder! Nie habe ich die Hoffnung aufgegeben!
(Man hört einen lauten Schuss.)
MARIE. Was war das?
LIESE. Dem Klang nach zu urteilen eine Kleinkaliberpistole. Selbstlader. Unverriegelter Masseverschluss. .22-er-Kaliber.
WERNER. Ich tippe auf verriegelten Masseverschluss.
(Künstlerpause.)
WERNER. Egal. Lasst uns Mr. P. suchen!
(Alle ab.)

~*~*~

3. Akt

~*~

Szene 1

Offenes Meer.
(Die Vorigen.)
(Sie fahren umher.)

LIESE. Wo könnte er nur sein? Wir sind schon seit Stunden unterwegs!
WERNER. Keine Ahnung...aber den Ozean haben wir bald abgesucht!
MARIE. Auf dem Zettel stand eine Adresse von einem Hotel...
WERNER. Warum hast du das nicht gleich gesagt, du dumme Nuss?
(Künstlerpause.)
MARIE. Ich will die Scheidung.
WERNER. Nee...echt jetzt?
MARIE. Klar!
WERNER. Gut, aber zuerst zum Hotel!
(Alle ab.)

~*~

Szene 2

Hotellobby.
(Die Vorigen.)
(Die Vorigen warten eine Weile. Mr. P. hinzu.)

MR. P. Was macht ihr denn hier?
LIESE (zu Marie). Siehst du, doch brünett!
WERNER. Dich zurückholen.
MR. P. Ich sagte doch, dass ich nicht zurückkommen werde! Verschwindet!
(Künstlerpause.)
WERNER (zum Publikum). Sollen wir wirklich gehen?
(Allgemeine Verwirrung von roten und grünen Schildern.)
WERNER. Interessiert ihr euch eigentlich gar nicht für uns!? Wir verdienen auch nur unsere Gage!
(Kollektives Greifen zum Buch. Das Publikum tut so, als würde es Bücher lesen. Kein Kopf hat erhoben zu sein.)
(Künstlerpause.)
LIESE (zu Werner). War da nicht Mr. Quh von der anderen Abteilung?
WERNER. Ja und?
MARIE. Nehmen wir doch den für den Papierkram!
(Künstlerpause.)
WERNER. Mr. P., du bist entlassen!
MR. P. ...na und?
WERNER. Das stört dich nicht!?
MR. P. Nö.
(Künstlerpause.)
WERNER. Nun denn…
(Werner, Marie, Liese links ab. Mr. P. rechts ab.)

~*~

Szene 3

Freies Feld.
(Werner, Marie, Liese.)
(Sie laufen einer Stadt entgegen.)

LIESE. Heute Abend Party?
WERNER. Saufparty.
MARIE. Erst die Scheidung!
WERNER. Jaja...
(Das Publikum steckt sich die Ohropax in die Ohren.)
(Ein Meteorit stürzt auf die Bühne. Die Protagonisten liegen, nachdem sich der Nebel verzogen hat, tot auf der Bühne, auf welcher plötzlich der imperiale Asthmatiker steht.)
IMPERIALER ASTHMATIKER. Chrr...hrrrch...Luuuke...chrrrch...hrrrch...
(Publikum hält blaues Schild hoch.)
(Der imperiale Asthmatiker zuckt mit den Schultern und verlässt die Bühne.)
(Der Vorhang senkt sich zur Hälfte.)
KLEINE VERMUMMTE GESTALT (über die Bühne rennend). Heute kack’ ich, morgen klau’ ich!
(Raubt die toten Protagonisten aus und lacht geisteskrank.)
KLEINE VERMUMMTE GESTALT. Übermorgen hol’ ich mir der Königin ihren Schatz!
(Die kleine vermummte Gestalt verschwindet gellend lachend. Der Vorhang fällt.)
UNDEFINIERBARES DING (rennt quer über die Bühne). Mein Schaaatz, meiner! Kleiner Hobbit stielt uns unseren Schatz! Gollum! Gollum!


ENDE.



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung